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FSP104 CMS

Willkommen auf den Internetseiten des BMBF-Forschungsschwerpunkts FSP104

"Physik bei höchsten Energien mit dem CMS-Experiment am LHC: Elementarteilchenphysik mit dem CMS-Experiment und theoretische Studien zu Prozessen am LHC"

Auf den folgenden Seiten finden Sie Informationen zum Profil des Forschungsschwerpunkts, zu den beteiligten Instituten und Gruppen sowie zu den Forschungsschwerpunkten, denen sich der FSP104 widmet.

 

Neuste Meldungen:


ERC Consolidator Grant für Alexander Schmidt

Alexander Schmidt leitet seit 2011 bereits eine "Emmy Noether" Forschungsgruppe an der Universität Hamburg mit dem Schwerpunkt auf der Suche nach bisher noch unbekannten, schweren Teilchen, wie etwa vektor-artige Quarks, die in einigen vielversprechenden Theorien zur Erklärung von Physik jenseits des Standardmodells vorhergesagt werden. Beispiele solcher Theorien sind die sogenannten "little Higgs" und "composite Higgs"-Modelle sowie Theorien, die Extradimensionen beinhalten. Innerhalb dieser Gruppe wurden auch wichtige technische Beiträge für derartige Analysen entwickelt und kallibriert, wie etwa Algorithmen zur Untersuchung von Jet-Substrukturen, von "boosted" Ereignistopologien und zur Identifikation von b-Jets.

Mit den Mitteln des jüngst erfolgreich eingeworbenen "Consolidator Grant" des Europäischen Forschungsrates (ERC) plant Alexander Schmidt, die erste direkte Messung der Kopplung des Higgs-Bosons an Charm-Quarks. Nach seiner Entdeckung im Jahr 2012 ist das Higgs-Boson mittlerweile ein wichtiges "Instrument" für die Suche nach Physik jenseits des Standardmodells.

Das Higgs-Boson zerfällt bevorzugt in Bottom-Quarks, jedoch konnte weder dieser Prozess noch der deutlich seltener erwartete Zerfall in Charm-Quarks bisher experimentell nachgewiesen werden. Die kleine Wahrscheinlichkeit für den Zerfall in Charm-Quarks könnte von Physik jenseits des Standardmodells - so sie existiert - verändert werden. Eine Messung dieser Wahrscheinlichkeit hat daher das Potential, entweder neue Physik zu entdecken, nach deren Anzeichen seit nunmehr 60 Jahren gesucht wird, oder den Parameterraum für Physik jenseits des Standardmodells weiter einzuschränken.

Weil Charm-Quarks bisher experimentell kaum von anderen Quarks unterschieden werden können, stellt die Suche nach dem Zerfall des Higgs-Bosons in Charm-Quarks am LHC-Beschleuniger eine sehr grosse Herausforderung dar, für deren Bewältigung die Entwicklung neuer Methoden zum Nachweis von Charm-Quarks unabdingbar ist. Alexander Schmidt und seine Gruppe wollen hierzu unter Verwendung von Mustererkennungs-Konzepten neue Methoden zur Zerfallsvertex-Rekonstruktion entwickeln. Über die Anwendung in der Suche nach Higgs-Zerfällen in Charm-Quarks hinaus werden diese neuen Ideen und Methoden Anwendung in vielen anderen Analysen der CMS-Kollaboration finden, in denen Jets, die aus Charm-Quarks stammen, eine Rolle spielen.

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„Spitzenforschung, Erkenntnisvermittlung und Nachwuchsgewinnung aus einer Hand“


So heisst das Pilotprojekt, das ab 2017 vom BMBF gefördert wird und gemeinsam vom „Netzwerk Teilchenwelt“ und den vier deutschen LHC-Forschungsschwerpunkten (FSPs) entwickelt wurde. Ziel des Projektes ist es, das Interesse von jungen Menschen an der Wissenschaft zu förden und Nachwuchs fuer Kern- und Teilchenphysik zu gewinnen. Die FSPs verstärken mit dem Pilotprojekt ihre Zusammenarbeit in den Bereichen Wissenschaftskommunikation und Erkenntnisvermittlung an Jugendliche und Studierende in Deutschland und greifen dabei auf die Erfahrungen von „Netzwerk Teilchenwelt“ zurück.

„Das Pilotprojekt baut auf den Strukturen unseres Programms „Netzwerk Teilchenwelt“ auf“, erläutert Professor Michael Kobel vom Institut für Kern- und Teilchenphysik der TU Dresden, der ebenfalls das neue Pilotprojekt leitet. „Netzwerk Teilchenwelt“ ist ein Zusammenschluss von 27 deutschen Universitäten und Forschungseinrichtungen und dem CERN unter der Schirmherrschaft der DPG (Deutsche Physikalische Gesellschaft). Es ermöglicht Jugendlichen den Kontakt mit den Forschungsthemen der FSPs und eigene Aktivitäten auf diesen Forschungsgebieten.

Der Sprecher des FSP-104 (CMS), Professor Dr. Thomas Müller vom Karlsruher Institut für Technologie, hebt hervor: „An den LHC-Experimenten wird einerseits Grundlagenforschung betrieben, andererseits entwickeln wir dort wichtige Technologien beispielsweise für die Wirtschaft und die Medizin. Jugendliche und Studierende erhalten über das Projekt einen einzigartigen Zugang zu diesen Feldern.“

Den vollständigen Bericht finden Sie unter http://www.teilchenwelt.de/aktuelles/nachrichten/2016/foerderung-fuer-nachwuchsgewinnung-in-der-teilchenphysik-forschung/


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Jahrestreffen des FSP 104 erfolgreich zu Ende gegangen

Insgesamt 134 Teilnehmer kamen vom 5. bis 7. Oktober am DESY in Hamburg zum diesjährigen Jahrestreffen des FSP 104 zusammen. Highlights der Plenarsitzung des ersten Tages waren der Status-Report zu CMS von CMS-Spokesperson Joel Butler, der eigens aus Genf angereist war, sowie ein Ausblick auf das, was man in der Zukunft von Seiten der Theorie zur Kolliderphysik erwarten kann. Die Parallelsitzungen am zweiten Tag boten dann einerseits Studenten und Doktoranden die Möglichkeit, über ihre Forschungsprojekte innerhalb der CMS-Kollaboration zu berichten und waren andererseits auch Ort für angeregte Expertendiskussionen. In insgesamt knapp 90 Vorträgen wurden aktuelle Analysen aus den Bereichen Standardmodell-Physik, Top- und Higgs-Physik sowie SUSY und exotischer Physik vorgestellt, sowie Status und Ausblicke im Bereich Computing, Upgrade 1 und Upgrade 2 diskutiert. Einen schönen Überblick über die vielseitigen Diskussionen in den unterschiedlichen Parallelsitzungen erhielten alle Teilnehmer dann durch eine Reihe von "Summary and Outlook"-Präsentationen in der abschliessenden Plenarsitzung. Abgerundet wurde die Tagung durch eine Bootsfahrt durch den nächtlichen Hamburger Hafen mit Bewirtung. Im Namen aller Teilnehmer bedankte sich Prof. Thomas Müller am Ende der Tagung für die professionelle und erfolgreiche Durchführung beim lokalen Organisationsteam. Im kommenden Jahr wird das FSP-Treffen in Aachen stattfinden.


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FSP104-Jahrestreffen vom 5. bis 7. Oktober

Vom 5. bis 7. Oktober findet das diesjährige Jahrestreffen des FSP104 am DESY in Hamburg statt. Einzelheiten zu Anreise, Registrierung und Agenda finden sich auf der Indico-Seite des Treffens:
https://indico.cern.ch/e/DCMS-2016



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Heute geht in Chicago die 38. Internationale Konferenz der Hochenergie-Physik zu Ende. In den letzten Tagen wurden eine Vielzahl neuer Ergebnisse der ATLAS- und CMS-Kollaboration gezeigt - mit signifikanten Beiträgen der FSP104-Institute. Einen Überblick ueber die Vorträge gibt es hier: http://indico.cern.ch/event/432527/



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LHC-Betrieb 2016 aufgenommen

Am 25. März beendete der größte Teilchenbeschleuniger der Welt, der LHC am CERN, seinen alljährlichen Winterschlaf. Der gesamte Beschleunigerkomplex sowie die Experimente, die sich an verschiedenen Punkten des LHC-Ringes befinden, wurden in den vergangenen Wochen mit Protonen-Strahlen niedriger Intensität auf die Datennahme vorbereitet. Die Vorbereitungen sind nun abgeschlossen und Beschleuniger und Experimente sind bereit, riesige Mengen an Kollisionsereignissen bei einer Schwerpunktsenergie von 13 TeV aufzuzeichnen.

„Der LHC-Betrieb läuft extrem gut“, bestätigt CERN-Direktor für Beschleuniger und Technologie, Frédérick Bodry, in einer CERN-Pressemitteilung. 2016 habe man sehr ambitionierte Ziele und plane etwa sechs mal mehr Kollisionsereignisse bereitzustellen als im vergangenen Jahr. Im nunmehr zweiten Jahr der Datennahme bei 13 TeV Schwerpunktsenergie verspricht sich CERN-Generaldirektorin Fabiola Gianotti, deutlich verbesserte Analysen des Higgs-Bosons und anderer Phänomene der Physik kleinster Teilchen sowie ein deutlich verbessertes Entdeckungspotential bei Suchen nach neuer, bisher unentdeckter Physik.

Das Higgs-Boson, dessen Entdeckung im Jahr 2012 den beiden Kollaborationen ATLAS und CMS gelang, komplettiert das Standardmodell der Teilchenphysik, eine Theorie, welche die aktuell beste Beschreibung der bekannten Elementarteilchen und ihrer Wechselwirkungen liefert. Mit den Datenmengen, die 2016 zu erwarten sind, wollen beide Kollaborationen dieses Boson im Detail untersuchen. Trotz seines großen Erfolges kann das Standardmodell der Teilchenphysik nicht alle offenen Fragen beantworten, beispielsweise, warum in der Natur nur Materie sichtbar ist, während im Urknall Materie und Antimaterie zu gleichen Teilen erzeugt worden ist, und woraus die sogenannte Dunkle Materie besteht, die etwa ein Viertel des gesamten Universums ausmacht.

Auch Wissenschaftler aus Deutschland sind an den beiden großen Experimenten ATLAS und CMS maßgeblich beteiligt. Forscher der RWTH Aachen, des DESY, der Universität Hamburg, des Karlsruher Institut für Technologie, und der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster tragen signifikant zur CMS-Kollaboration und zu theoretischen Studien über Prozesse am LHC bei. Diese Aktivitäten werden im BMBF-geförderten Forschungsschwerpunkt FSP104 gebündelt, dessen Sprecher, Prof. Dr. Thomas Müller vom KIT, weitere Informationen geben kann.

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Roman Kogler ist neuer LHC-D BSM-Convener für CMS

Roman Kogler ersetzt Christian Sander, der zur ATLAS-Kollaboration wechselt, als LHC-D BSM-Convener für CMS. Zusammen mit den entsprechenden ATLAS-Kontaktpersonen koordiniert Roman Kogler künftig die Beyond-Standard-Model (BSM) Aktivitäten der deutschen ATLAS- und CMS-Gruppen. Roman Kogler ist seit Anfang 2012 Postdoc an der Universität Hamburg, zuvor war er ein Jahr Research Fellow am DESY. Seit 2012 ist er auch Mitglied der CMS-Kollaboration und bekleidet dort derzeit das Convener-Amt der "B2G Resonances and Dark Matter" Gruppe, in der alle Suchen nach neuer Physik mit Top- und Bottom-Quarks im Endzustand koordiniert werden.

Jahrestreffen der deutschen CMS-Gruppen
Vom 7. bis 9. Oktober treffen sich Physiker der deutschen CMS-Standorte am KIT in Karlsruhe um sich über die neuesten Ergebnisse und Erkenntnisse aus Datenanalyse, Detektorentwicklung und Computing auszutauschen. Erwartet werden rund 150 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu den Sitzungen, für die 106 Vorträge angemeldet sind.
Weitere Informationen zum FSP-CMS-Jahrestreffen gibt es unter https://indico.cern.ch/event/393891

 

LHC startet Phase II mit Rekordenergie (3.6.2015)



Nach zwei Jahren Pause hat der LHC den Betrieb wieder aufgenommen. Heute morgen gegen 10:00 wurden die Protonstrahlen erstmals
auf die neue Rekordenergie von 6,5 TeV beschleunigt und auf stabilen Bahnen auf Kollisionskurs gebracht. Nachdem der LHC "stable
beams" erklärt hatte, konnte wir den CMS Detektor eingeschalten und die ersten Ereignisse aufzeichnen. Wir sind sehr gespannt,
welche Überraschungen wir bei der neuen Energie erwarten dürfen.
Hier gibt es die neusten Infos vom LHC und von CMS.

 

CERN wird 60 Jahre (24.9.2014)



Die Gründung des europäischen Teilchenphysiklabors CERN jährt sich zum 60. mal. Das CERN und auch die deutschen Teilchenphysiker feiern den Anlass und dem Motto "Science for Peace". Mit dem Motto wollen wir darauf hinweisen, dass das CERN in 60 Jahren nicht nur große wissenschaftliche Erfolge vorzuweisen hat, sondern dass es selbst in Jahren großer politischer Spannungen Wissenschaftler aus unterschiedlichsten Ländern zu einer friedfertigen Kooperation zusammengebracht hat und damit zur Entwicklung von Frieden in Europa beigetragen hat.
Die zentrale Veranstaltung in Deutschland findet am 24.9. in Bonn statt. Eine Livestream wird geschaltet werden. Hier findet man mehr Infos http://www.weltmaschine.de/e234938/index_ger.html. Infos direkt vom CERN findet man hier: http://cern60.web.cern.ch/en.

 

Jahrestreffen 2014 der deutschen CMS-Gruppen (15.9.2014)



Vom 10. bis 12. September trafen sich 120 Mitglieder der deutschen CMS-Gruppen an der RWTH Aachen, um die Ergebnisse ihre Datenanalysen auszutauschen, über Entwicklungen im Detektorbau und Computing zu berichten und die Planungen für die kommende Datennahme abzustimmen.

Hier weitere Infos

 
Icon Rückblick.pdf (382KB)
Rückblick.pdf

Abschließende Resultate zum Higgs-Boson von Run1 (3.7.2014)



Ende 2012 hat der LHC die erste Betriebspreiode, den sogenannten Run1, abgeschlossen. Nach umfangreichen Arbeiten am Beschleuniger und den Detektoren, wird Anfang 2015 der Run2 gestartet, mit einer fast verdoppelten Energie (13 TeV statt bisher 7 TeV) und höheren Ereignisraten. Nun hat die CMS Kollaboration auf der International Chonference on High Energy Physics (ICHEP 2014) in Valencia die abschließende Resultate von Run1 zum Higgs-Boson bekannt gegeben. Unter dem Link unten findet man eine Zusammenfassung (in englischer Sprache). Bisher sind alle Messungen in Übereinstimmung mit den Erwartungen des Standard Modells mit genau einer Sorte Higgs-Teilchen.

Hier ist das Dokument:

 
HiggsRun1endgameforICHEP2014-v2.pdf
Zusammenfassung der Higgs-Ergebnisse der CMS-Kollaboration von Run1

Bundespräsident Gauck besucht das CERN (2.4.2014)



Das Forschungszentrum für Teilchenphysik CERN in Genf hat hohen Besuch: Bundespräsident Joachim Gauck besichtigt während seines Aufenthalts in der Schweizerischen Eidgenossenschaft auch das europäische Forschungslabor. Im Mittelpunkt stehen die Detektoren, mit denen jüngst das Higgs-Teilchen entdeckt wurde, und der Dialog mit Forschern aus Deutschland. Professor Karl Jakobs von der Universität Freiburg, Sprecher der deutschen ATLAS-Gruppen, ist einer der Wissenschaftler, die dem deutschen Staatsoberhaupt den ATLAS-Detektor und den LHC-Beschleuniger erklären. „Das Interesse des Bundespräsidenten an der physikalischen Grundlagenforschung und insbesondere an deren Einfluss auf unsere Gesellschaft ehrt uns“, sagt Professor Jakobs stellvertretend für die Gemeinschaft der deutschen Teilchenphysiker.

Mehr Infos hier

 

CMS Kollaboration trifft sich in Karlsruhe (31.3.2014)



In der Woche vom 31. März zum 4. April veranstaltet die CMS-Kollaboration ihr diesjähriges externes Kollaborationstreffen am KIT (Campus Süd). Thema ist des Ausbau des Detektors in den kommenden Jahren. Mehr dazu hier.

 

Bundespräsident Gauck am CERN erwartet (27.3.2014)



Das CERN erwartet hohen Besuch: Am Mittwoch 2. April wird Bundespräsident Gauck im Anschluss an seinen Staatsbesuch in der Schweiz das europäische Forschungszentrum CERN besuchen. Wir freuen uns über das Interesse des Bundespräsidenten an unserer Forschung.

Hier findet man das Besuchsprogramm: http://www.bundespraesident.de/SharedDocs/Termine/DE/JoachimGauck/2014/04/140401-Schweiz-Besuch.html?nn=1891550

 

Forscher vom CERN und vom amerikanischen Forschungszentrum FermiLab bestimmen gemeinsam die Masse des schwersten Quarks (19.3.2014)



Vor fast 20 Jahren wurde am Forschungszentrum Fermilab bei Chicago das Top-Quark entdeckt. Es ist das schwerste der bekannten Elementarteilchen, es ist nahezu 200mal schwerer als ein Proton, das den Kern des Wasserstoffatoms darstellt.

Genaue Messungen der Top-Masse gelangen zunächst mit den Experimenten CDF und D0 am Tevatron-Beschleuniger des Fermilab. In den letzten Jahren konnten die Ergebnisse am LHC-Beschleunigers des CERN mit den Detektoren ATLAS und CMS mit hoher Genauigkeit wiederholt und bestätigt werden. Der kombinierte Massenwert der vier Experimente
beträgt 173.34 ± 0.76 GeV. Der relative Fehler beträgt also nur 0.4%, damit ist das Top-Quark sogar genauer als die fünf leichteren Quarks vermessen worden. Weil das Top-Quark so schwer ist, kann es nur an den leistungsfähigsten Beschleunigern erzeugt werden. Nach Beendigung des Forschungsprogramms am Tevatron im Jahre 2011 ist jetzt der LHC die Teilchenmaschine mit der höchsten Energie.

Am 19.März 2014 haben die Experimente am Fermilab und am CERN die Top-Masse in
einer gemeinsamen Presserklärung der Öffentlichkeit vorgestellt. An den vier Experimenten sind mehrere Tausend Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beteiligt, darunter auch viele Physikerinnen und Physiker aus deutschen Universitäten, die auch maßgeblich an Entdeckung und Vermessung des Top-Quarks beteiligt waren.

Die Abbildung zeigt schematisch die Signatur eines Ereignisses mit einem top-Quark uns seinem Antiquark im CMS-Detektor. Hier geht es zur wissenschaftlichen Veröffentlichung:
http://arxiv.org/abs/1403.4427

Prof. Thomas Hebbeker, RWTH Aachen

 

Cool Stuff – Der CMS Spurdetektor im LHC Run-2 (21.3.2014)



Der LHC befindet sich in einer 2-jährigen Betriebspause, in der der Beschleuniger fit gemacht wird, für eine Erhähung der Energie von 8 TeV im vergangenen Run auf 13 oder vielleicht sogar 14 TeV im kommenden Run. Die Experimente nutzen diese Zeit für technische Verbesserungen an den Detektoren. Die wichtigtigste Aktivität der CMS Kollaboration während dieser Zeit ( Long Shutdown LS1) ist die Arbeit am zentralen Spurdetektor. Das Ziel ist es die Betriebstemperatur des Detektors um ca. 25°C abzusenken. Der grösste Feind hierfür ist eine zu hohe Luftfeuchte, welche unweigerlich zu Kondensation und Eisbildung führen würde und die sensible Elektronik binnen kürzester Zeit zerstören könnte. Die Experten nahmen das Problem gleich von mehreren Seiten in Angriff: Eine Trockengasanlage mit 10-facher Kapazität wurde angeschafft und in Betrieb genommen, Luftfeuchtebarrieren und Isolationsmaterial wurde neu installiert oder verbessert und um die Wirksamkeit der Massnahmen zu überwachen, wurde eine grosse Zahl elektronischer Hygrometer installiert. Ende Januar konnte die Temperatur des Detektors erfolgreich auf -20°C abgesenkt werden. Alle Systeme (neu und alt) funktionieren wie erhofft und der Spurdetektor wird nun bei der neuen Temperatur betrieben.
Frank Hartmann vom KIT - verantwortlich für den Spurdetektor - erklärt: "Beim Betrieb des LHCs wird der Spurdetektor permanent von Teilchen aus den Kollisionen am LHC bombardiert. Diese schädigen die empfindlichen Siliziumsensoren. Diese Schädigungen führen zu stark erhöhten Betriebsströmen welche durch die tieferen Temperaturen exponentiell unterdrückt sind. Ohne den jetzigen Umbau wären wir nicht in der Lage den Detektor in den nächsten Jahren überhaupt anzuschalten.“ Mit den Verbesserungen ist der Spurdetektor nun bereit für den LHC Run-2, welcher im Frühjahr 2015 seinen Anfang nimmt und bis hin zum Long Shutdown 3 im Jahr 2023 reichen wird.

 

Physik Nobelpreis für Higgs und Englert (8.10.2013)



Peter Higgs und Francois Englert erhalten den diesjährigen Nobelpreis in Physik für die theoretische Entdeckung eines Mechanismus der zum Verständnis des Ursprungs der Masse subatomarer Teilchen beiträgt und der jüngst durch die Entdeckung des vorhergesagten Teilchens durch die ATLAS und CMS Experimente an CERNs Large Hadron Collider bestätigt wurde.

Originaltext:
The Nobel Prize in Physics 2013 was awarded jointly to François Englert and Peter W. Higgs "for the theoretical discovery of a mechanism that contributes to our understanding of the origin of mass of subatomic particles, and which recently was confirmed through the discovery of the predicted fundamental particle, by the ATLAS and CMS experiments at CERN's Large Hadron Collider"

Wir gratulieren den Preisträgern und freuen uns über die Anerkennung ihrer bahnbrechenden Arbeiten. Das Bild zeigt Peter Higgs am CERN vor dem CMS Detektor.

Öffentliche Informationsveranstaltungen:
Mittwoch 16. 10. 2013, 19:00
Karlsruhe
KIT, Fakultät für Physik, Gaede-Horsaal, Engesser-Straße 7
Einführung: Prof. Dr. Dieter Zeppenfeld (Dekan)
Vorträge: Prof. Dr. Margarete Mphlleitner (theor. Teilchenphysik)
                       Prof. Dr. Thomas Müller (exp. Teilchenphysik)

Mittwoch 16. 10. 2013, 19:00
Aachen
Physikzentrum der RWTH Aachen,
Otto-Blumenthalstraße
Ausstellung 18:00 - 22:00
Vortrag: Prof. Dr. Michael Krämer

Samstag 2.11.2013
Hamburg
Deutsches Elektronensynchrotron DESY und Universitaet Hamburg
Notkestrasse/Luruper Chaussee
Mehrere Vortraege und Aktionen rund um Higgs und CMS: im Rahmen des "Tages der Offenen Tür bei DESY" und der Hamburger "Nacht de Wissens"

Hintegrundinformationen
Finden Sie weiter unten auf dieser Seite, z.B. hier
Web-Seite der deutschen LHC-Beteiligung hier
Videos zum Higgs vom CERN hier
Artikel im "CERN-Courier" hier
Illustrierter Cartoon zum Higgs hier

 

Deutsche CMS-Forscher treffen sich an der Universität Hamburg (25.-27.9.2013)



Über 130 deutsche Physiker, die über den FSP-102 am CMS-Experiment beteiligt sind, haben sich Ende September zu einem dreitägigen Arbeitstreffen im Institut für Experimentalphysik der Universität Hamburg getroffen. Nach einer Eröffnungssitzung mit Vorträgen von W. Buchmüller (DESY) über den Status der Teilchenphysik nach der Higgs-Entdeckung, R. Wolf (KIT) über die neuesten Ergebnisse zum Higgs-Boson, K. Borras (DESY) über die CMS-Umbau-Vorhaben und T. Camporesi (CERN), dem zukünftigen Sprecher der CMS-Kollaboration, über den Status und die Pläne der Forschung mit dem CMS Detektor wurde in zahlreichen Sitzungen intensiv über die Analyseergebnisse der bereits aufgezeichneten CMS-Daten und den anstehenden Umbau des CMS-Detektors beraten. Viele junge Wissenschaftler nutzten die Gelegenheit, um Ihre Forschungsergebnisse aus Master- und Doktorarbeiten mit den Kollegen aus anderen deutschen Instituten zu besprechen und Ihre Zusammenarbeit zu intensivieren.

Das nächste Treffen der deutschen CMS-Physiker wird im September 2014 an der RWTH Aachen stattfinden.

 

DESY Nachwuchsgruppe mit dem Elsevier Poster Preis ausgezeichnet (22.7.2013)


DESY Physiker Katerina Lipka und Sebastian Naumann-Emme bekommen den Elsevier Poster Preis für ihre wegweisende Analyse der Top-Quark Erzeugung am CMS Experiment. Diese Arbeit wurde durch den Impuls-und-Vernetzungsfond der HGF gefördert und ist eins der zahlreichen Ergebnissen des Projekts "Determination of Proton Structure in hadronic collisions".

Das Poster stellt ein pünktlich zur EPS veröffentlichtes Resultat der CMS Kollaboration zur Bestimmung der starken Kopplungskonstante und der Top-Quark Masse vor [arXiv:1307.1907]. Die Kopplungskonstante bestimmt wie stark die sogenannte starke Kraft auf die Quarks wirkt. Den Preisträgern ist es gelungen, diese Stärke erstmals an Top-Quarks, den schwersten bekannten Quarks zu vermessen. Der Messung liegt eine sehr anspruchsvolle Berechnung des Produktionsprozesses zu Grunde (eine störungstheoretische Berechnung in next-to-next-to-leading order). Das Ergebnis bestätigt frühere Resultate an anderen Quarks und demonstriert, dass die starke Kraft auf alle Quarks mit gleicher Stärke wirkt.

Hier ist das Poster:

 
Probing QCD with top quark pairs at CMS

Higgs-Entdeckung ausgezeichnet (22.7.2013)



Der 4. Juli 2012 war ein großer Tag für die Teilchenphysik. Die beiden Experimente ATLAS und CMS am Large Hadron Collider LHC am europäischen Forschungszentrum CERN in Genf gaben die Entdeckung des langgesuchten Higgs-Teilchens bekannt. Nun wurde diese Entdeckung mit dem renommierten "High Energy and Particle Physics Prize" der Europäischen Physikalischen Gesellschaft ausgezeichnet. Die Preisverleihung fand am heutigen Morgen in Stockholm im Rahmen der "International Europhysics Conference on High Energy Physics" statt.

Pressemitteilung hier.
Weiter Infos.


 

Kerstin Borras wird Deputy Spokesperson der CMS-Kollaboration (12.7.2013)


Dr. Kerstin Borras, Leiterin der CMS-Gruppe am Deutschen Elektronensynchrotron DESY, wurde zur stellvertretenden Sprecherin der CMS-Kollaboration gewählt. Sie wird diese Aufgabe zum 1. Januar 2014 übernehmen. Die CMS-Kollaboration wird von einem Sprecher und zwei Stellvertretern geleitet. Ab 1.1.2014 wird das neue Management-Team von Dr. Tiziano Camporesi vom CERN geführt, mit den Stellvertretern Prof. Paris Sphicas (Universität Athen) und Dr. Kerstin Borras. Ihr Aufgabenbereich wird der Betrieb und die Weiterentwicklung des CMS-Detektors sein.

Dr. Kerstin Borras studierte Physik an der TH Dortmund und promovierte dort in 1992. Sie beschäftigte sich intensiv mit der Technologie des Flüssig-Argon Kalorimeters, die am H1-Experiment am HERA-Beschleuniger am DESY eingesetzt wurde. In 1997 ging sie als Stipendiatin der Max-Kade Stiftung an die Rockefeller University in New York und schloss sich dem CDF Experimentes am Tevatron an, dem Vorgänger des LHC am amerikanischen Teilchenphysikzentrum FermiLab nahe Chicago. Mitte 1999 wechselte Dr. Kerstin Borras zum DESY und beteiligte sich am Betrieb und der Datenanalyse des ZEUS Experimentes. Nach dem Ende der Datennahme am HERA Speicherring trat sie der CMS Kollaboration bei, wurde Leiterin der CMS-Gruppe am DESY, übernahm Verantwortung im Bereich der Kalorimeter und leitete das Konferenz-Kommitees der CMS-Kollaboration.


 

Äußerst seltener Teilchenzerfall beobachtet (19.7.2013)



CMS hat einen wichtigen seltenen Zerfall gefunden, der vom Standardmodell der Teilchenphysik vorausgesagt wird. Nach einer Suche von etwa 25 Jahren wird die Beobachtung des Zerfalls von Bs-Mesonen in Myonpaare heute in Stockholm, bei der alle zwei Jahre stattfindenden EPS-HEP Konferenz bekanntgegeben.
Vom Standardmodell der Teilchenphysik wird vorhergesagt, dass nur etwa 3 aus einer Milliarde Bs-Mesonen auf diesem Wege zerfallen. Nun ist es CMS gelungen diesen Zerfall nachzuweisen. Das Ergebnis ist, dass der Anteil der Bs-Mesonen, die in zwei Myonen, den schweren Partnern der Elektronen, zerfallen 3,0 Milliardstel ist, mit einer Unsicherheit von 1,0 Milliardstel nach oben und 0,9 Milliardstel nach unten. Der Nachweis dieses Zerfalls ist deshalb so spannend, weil manche neuen Ideen für Modell, die über das Standardmodell der Teilchenphysik hinausgehen, Abweichungen in der Rate dieses Zerfalls von der Vorhersage des Standardmodells prognostizieren.

Das Bild zeigt eines der Ereignisse aufgezeichnet mit dem CMS-Detektor. Die beiden langen roten Spuren sind die Spuren der beiden Myonen.


ATLAS und CMS erhalten prestigeträchtigen EPS HEPP-Preis (15.5.2013)


Der High Energy and Particle Physics Prize der Europäischen Physikalischen Gesellschaft wurde an die Forscherteams der Teilchenphysik-Experimente ATLAS und CMS verliehen. Die Kollaborationen erhalten den Preis zusammen mit ihren Sprechern Michel Della Negra (Imperial College London), Peter Jenni (CERN und Universität Freiburg) und Tejinder Virdee (Imperial College London) für die Entdeckung eines neuen schweren Teilchens mit den Eigenschaften des langgesuchten Higgs-Teilchens.

Weitere Informationen hier.

Presseerklärung der EPS hier (englisch).


Es ist ein Higgs ! (14.3.2013)


Nachdem sich im Juli letzten Jahres am CERN ein neues Teilchen zeigte, wurde vermutet, dass es sich dabei um das lang gesuchte Higgsteilchen handelt. Nun ist es offiziell: Es ist ein Higgsteilchen.

Weitere Informationen hier.

Presseerklärung des CERN hier (englisch).


Parlamentarischer Abend zum Higgsboson (14.3.2013)


War es Zufall, dass just an dem Tag, an dem die Idendität des Higgsteilchens bestätigt wurde, die beiden Forschungsschwerpunkte CMS und ATLAS, das Komitee für Elementarteilchenphysik und die Deutsche Physikalische Gesellschaft Parlamentarier des Deutschen Bundestages zu einer Informationsveranstaltung ins Magnushaus in Berlin eingeladen hatten?
Als Hauptredner erklärte der Generaldirektor des CERN, Prof. Dr. Rolf Heuer, den Parlamentarieren die Hintergründe der Higgsentdeckung.

Hier finden Sie einige Fotos Weitere Informationen hier.


Neue Ergebnisse zum Higgs-Boson (6.3.2013)


Seit Monaten arbeiten die CMS-Physiker mit Hochdruck an der Auswertung der bis Jahresende 2012 aufgezeichneten Daten. Nun liegen die Ergebnisse vor. Sie wurden auf einer internationalen Konferenz im italienischen Wintersportort La Thuile und zeitgleich auf der Jahrestagung der Deutschen Physikalischen Gesellschaft in Dresden bekannt gegeben. Die neuen Ergebnisse zeigen weitgehende Übereinstimmung mit den Erwartungen vom Standard Modell zum Higgs-Boson. Auch wenn noch nicht alle Optionen mit hoher statistischer Signifikanz untersucht werden konnten, können wir jetzt davon ausgehen, dass es sich bei dem im Juli vergangenen Jahres entdeckten neuen Boson tatsächlich um ein Higgs-Boson handelt.
Mehr Informationen zu den Ergebnissen findet man hier


Staatssekretär Rachel besucht Higgsforscher (25.1.2013)


Der parlamentarische Staatssekretär Thomas Rachel ließ sich am 25.1. in Aachen aus erster Hand über die Entdeckung des Higgs-Teilchens informieren. Herr Rachel ist als parlamentarischer Staatsekretär im BMBF für die physikalische Grundlagenforschung am europäischen Forschungszentrum für Teilchenphysik CERN in Genf verantwortlich.


Weitere Informationen hier


LHC beendet erfolgreichen Run (17.12.2012)


Der LHC beendete am 17.12. die erste äußerst erfolgreiche drei-jährige Betriebsphase mit Protonenstrahlen. Die Zahl der Proton/Protonkollisionen, die von den Experimenten untersucht werden konnten, übersteigt unsere Erwartungen deutlich und bildetet die Grundlage für die Entdeckung des neuen Teilchens im Sommer. Nach einem kurzen Stopp über Weihnachten wird der LHC dann noch einige Wochen Protonen und Ionen kollidieren, bevor der Betrieb bis Ende 2014 unterbrochen wird, um den Beschleuniger und die Experimente für eine höhere Energie und noch höhere Kollisionsrate fit zu machen.


Internationale Auszeichnung der Higgsentdeckung (11.12.2012)

Die Entdeckung des neuen Teilchens, bei dem es sich vermutlich um das langgesuchte Higgsteilchen handelt, wird mit dem Special Fundamental Physics Prizes ausgezeichnet werden. Die Preisverleihung wird am 20. März kommenden Jahres am CERN stattfinden. Ausgezeichnet werden mit je 1 Mio. Euro, der verantwortliche Leiter des LHC Beschleunigers Lyn Evans, die Sprecher des ATLAS Experimentes Peter Jenni und Fabiola Gianotti und die Sprecher des CMS Experimentes Michel Della Negra, Tejinder Singh Virdee, Guido Tonelli und Joe Incandela.
Weitere Infos hier (unter 'NEWS')


Frank Hartmann (KIT) neuer Tracker Manager bei CMS (2.11.2012)


Weitere Informationen hier


CMS-Experiment entdeckt neues Teilchen (4.7.2012)


Weitere Informationen hier


Am 4.7.2012 gab die CMS-Kollaboration die Entdeckung eines neuen Teilchens mit einer Masse von etwa 125 GeV bekannt. Mit beteiligt waren viele Wissenschaftler des Forschungsschwerpunktes CMS. Ob es sich dabei um das lang gesuchte Higgs-Teilchen handelt ist allerdings noch offen.

 
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