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Higgs-Teilchen am CERN entdeckt ?

In einem weltweit übertragenen Seminar stellten heute (04.07.2012) die beiden großen Teilchenphysik-Experimente ATLAS und CMS am europäischen Forschungszentrum für Elementarteilchenphysik CERN in Genf ihre neusten Ergebnisse zur Suche nach dem Higgs-Teilchen vor.

-- Pressemitteilung --


Informationen über die wissenschaftlichen Ergebnisse


Resonanz in den Medien


„Die Entdeckung des Higgs-Teilchens, die sich jetzt am CERN abzeichnet, ist ein Triumph der Grundlagenforschung. Die kulturelle Bedeutung dieser Entdeckung geht weit über die Grundlagenforschung hinaus. Wir sind dem Traum der Menschheit, zu verstehen, was die Welt im Innersten zusammenhält, ein kleines Stück näher gekommen. Darüber hinaus zeigt das Ergebnis, was die Wissenschaft erreichen kann, wenn sie ihre Kräfte weltweit bündelt. 9000 Wissenschaftler aus 60 Ländern von allen Kontinenten arbeiten am LHC-Projekt ohne politische Zwänge zusammen.“

Prof. Dr. Achim Stahl -- RWTH Aachen University

Sprecher des Forschungsschwerpunkts „ Elementarteilchenphysik mit dem CMS-Experiment“

 

Ein Teil der 3200 Physiker und Physikerinnen, die in der CMS-Kollaboration zusammenarbeiten, vor einem maßstabsgerechten Bild des CMS-Detektors. In dieser Halle wurde der Detektor aufgebaut und dann Stück für Stück in den 100 Meter unter der Halle befindlichen Beschleunigertunnel des Large Hadron Colliders abgelassen (Bild: Michael Hoch).

Solche Ereignisse offenbaren den Teilchenphysikern das Higgs-Boson. Protonen sind im Large Hadron Collider bei Rekordenergie 8 TeV kollidiert. Vielleicht ist ein Higgs-Boson entstanden und unmittelbar wieder zerfallen. Der CMS-Detektor hat die Signale, die die Zerfallsprodukte des Higgs-Bosons in den Sensoren hinterlassen, aufgezeichnet und digitalisiert. Mit komplizierten Algorithmen müssen die Physiker das Geschehen rekonstruieren und die potenziellen Higgs-Ereignisse aus einem riesigen Untergrund herauspräparieren. Das Bild zeigt das Ergebnis einer solchen Rekonstruktion. Hier könnte ein Higgs-Boson in zwei Photonen zerfallen sein, im Bild dargestellt durch die beiden großen roten Balken.

Mikrochiptechnologie auf makroskopischer Größe: Eine der Endkappen des Siliziumspurdetektors in einem der Labors des Forschungsschwerpunktes vor ihrem Transport ans CERN. Fünf Jahre haben 40 Physiker, Techniker und Ingenieure daran gebaut. Auf 50 qm hochreinem Silizium sind 1 933 213 Teilchensensoren untergebracht. Sie vermessen den Durchflug von Teilchen mit Mikrometer Präzision.

Der CMS-Detektor, das Schwergewicht unter den Teilchendetektoren. Ein 12500 Tonnen schwerer Gigant vollgestopft mit modernsten Sensoren. Vom FSP beigetragen wurden unter anderem Myondetektoren, die hier im Außenbereich zu sehen sind (silbern zwischen den dunkelroten Stahlplatten des Magnetjochs). In der Mitte des Bildes: Techniker bei Installationsarbeiten.


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