BMBF-Forschungsschwerpunkt FSP104-CMS

Im BMBF-Verbundprojekt CMS arbeiten die RWTH Aachen, die Universität Hamburg, das KIT Karlsruhe, die Universität Münster, sowie das DESY (als assoziiertes Mitglied) zusammen an der Erforschung der kleinsten Teilchen mit dem CMS-Detektor am LHC-Beschleuniger des CERN. Unsere Arbeitsgebiete sind:

  • Betrieb des CMS-Detektors,
  • Analyse der CMS-Daten, insbesondere in den Bereichen Higgs-Physik, Top-Physik, neue Physik,
  • Detektor-Upgrades, mit Schwerpunkten auf dem Pixel- und Spurdetektor und den Myonkammern,
  • begleitende theoretische Studien und Rechnungen.

Auf den folgenden Seiten finden Sie Informationen zum Profil des Verbundprojekts, zu den beteiligten Instituten und Gruppen, sowie zu den Forschungsschwerpunkten.

Neueste Meldungen:


CMS-Kollaboration verleiht Preise an drei deutsche Physiker (15.02.2019)

Die CMS-Kollaboration verleiht jährlich Preise an Kollaborationsmitglieder, welche herausragende Arbeit geleistet haben. Dieses Jahr konnten sich drei Physiker der DCMS-Gemeinschaft über Preise freuen.
Der Detektor-Preis wird an CMS-Mitglieder verliehen, welche innerhalb der letzten drei Jahre besonders signifikante Beiträge zur Konstruktion des Detektors, oder seines Upgrades, geleistet haben. Martin Lipinski, Doktorand an der RWTH Aachen, bekam diesen Award im Bereich "Spurdetektor" verliehen "for significant contributions to debugging the pixel detector DCDC converter failures, and for essential involvement in the emergency production of new converters". Rechts ist Martin Lipinski (Mitte) zu sehen mit Matthias Kasemann (links), Vorsitzender des für die Preisverleihung zuständigen Collaboration Boards, und Roberto Carlin (rechts), Sprecher der CMS-Kollaboration.

Achievement-Preise werden von den Unterprojekten von CMS an junge CMS-Mitglieder vergeben, welche in dem entsprechenden Bereich besondere Leistungen erbracht haben.
Benedikt Vormwald von der Universität Hamburg erhielt den Preis im Bereich "Run Coordination" für seine führende Rolle im erfolgreichen Betrieb des Pixeldetektors. Die Laudatio lautet: "for sustained and dedicated efforts to improve the operational efficiency of the pixel detectors, particularly after the DCDC challenges, and for playing a leading role in ensuring the highest possible uptime and data quality, enabling smooth operations in 2018." Rechts im Foto ist Benedikt Vormwald als dritter von rechts zu sehen.
Ein weiterer Achievement Award ging an Alexander Grohsjean vom DESY, für seine Leistungen im Bereich "Physics Performance & Dataset". Die Begründung lautete: "for pioneering the implementation of new MC generators and productions at CMS, for the work on event generator validation, and for providing tools and continued support to the operations of MC contacts."
Wir gratulieren allen drei Kollegen ganz herzlich!

CMS Industry Award geht an deutsche Firma (6.12.2018)

Die Kuttig Electronic GmbH wurde mit dem CMS Industry Gold Award ausgezeichnet, "for the successful fast track production of 1200 replacement DCDC converters for the pixel detector during the year end technical stop 2017/18". Die Kuttig Electronic GmbH ist eine mittelständige Firma mit Sitz in Roetgen. Sie ist spezialisiert auf die Fertigung elektronischer Baugruppen.
Die Verleihung fand am 3.12.2018 im Rahmen des CMS-Kollaborationstreffens am CERN statt. Der Firmeninhaber Herr Kuttig nahm den Preis selbst entgegen, und nutzte die Gelegenheit, den CMS-Detektor zu besichtigen. Das Foto zeigt Austin Ball (rechts), den Technical Coordinator von CMS, und Herrn Kuttig (links) bei der Zeremonie.
Während der Betriebsunterbrechung im Winter 2017/2018 mussten alle Spannungsversorgungsmodule (DC-DC-Konverter) des CMS-Pixeldetektors wegen einer Fehlfunktion in einem Chip, der auf den Platinen verbaut ist, ausgetauscht werden. Hierfür wurden unter enormem Zeitdruck unter der Leitung des 1. Physikalischen Instituts B der RWTH Aachen innerhalb von zwei Monaten 1200 neue DC-DC-Konverter hergestellt und getestet. Dies war nur möglich durch den beispielhaften Einsatz der Bestückungsfirma und durch das persönliche Engagement des Firmenleiters.

Anna Beneke und Janek Bechtel gewinnen CMS-Poster-Award (22.10.2018)

Vom 30.9. bis zum 5.10.2018 trafen sich 264 Mitglieder der CMS-Kollaboration in Budapest zur "CMS Physics and Upgrade Week". In diesem Rahmen fand eine Postersession statt, um jungen Forschern die Möglichkeit zu bieten, ihre Arbeit vorzustellen. Aus etwa 40 Postern wurden die besten vier Poster von den Teilnehmern ausgewählt und in einer feierlichen Zeremonie ausgezeichnet. Unter den Ausgezeichneten waren auch zwei DCMS-Mitglieder: Anna Beneke von der Universität Hamburg gewann den Preis für ihr Poster "CMS Pixel Detector – The DCDC Story", und Janek Bechtel vom Karlsruher Institut für Technologie wurde für sein Poster "Determining genuine tau tau standard model backgrounds from data using the CMS embedding technique" ausgezeichnet. Herzlichen Glückwunsch!

Das Bild zeigt den Sprecher von CMS, Roberto Carlin, mit den vier Gewinnern: von links nach rechts Andres Tiko (Padua), Anna Beneke (Universität Hamburg), Janek Bechtel (KIT), und Ankita Mehta (Budapest).

 

Alexander Grohsjean als LPC Distinguished Researcher ausgewählt (12.10.2018)

Alexander Grohsjean vom DESY wurde als LPC Junior Distinguished Researcher 2019 ausgewählt. Das LHC Physics Center (LPC) am Fermilab in den USA zeichnet in diesem Programm internationale Wissenschaftler aus, die das Physikprogramm von CMS in Zusammenarbeit mit dem LPC entscheidend stärken und vorantreiben sollen. Für 2019 wurden 21 Distinguished Researcher ausgewählt. Alexander Grohsjean forscht mit Focus auf der Physik des Top-Quarks. In seiner Zeit als Distinguished Researcher möchte er sich auf die Suche nach Dunkler Materie in Assoziation mit Top-Quarks sowie auf die Suche nach neuen skalaren Teilchen, welche in Top-Quarks zerfallen, konzentrieren, sowie neue Präzisionsmessungen zu Top-Quarks durchführen.

Weitere Informationen:
Link zum LPC Fellowprogramme
Link zur Seite über Alexander Grohsjean

Denise Müller erhält Preis für besten Nachwuchswissenschaftler-Vortrag (3.10.2018)

Für ihre Präsentation auf der Konferenz "11th International Workshop on Top Quark Physics 2018" wurde Denise Müller, Doktorandin am Institut für Experimentelle Teilchenphysik (ETP) des KIT, vor 130 Teilnehmern und Teilnehmerinnen mit dem Preis für den besten Nachwuchswissenschaftler-Vortrag ausgezeichnet. Traditionell erhält der wissenschaftliche Nachwuchs im sogenannten "Young Scientist Forum" die Gelegenheit, seine Arbeiten in Kurzvorträgen vorzustellen. Denise Müller berichtete von der Messung der Einzel-Top-Quark-Produktion im t-Kanal mit Daten des CMS-Experiments, an der sie zusammen mit weiteren Kollegen des ETP forscht. In Frau Müllers Analyse gelang es, das Verhältnis der Produktionswahrscheinlichkeiten von einzelnen Top-Quarks und einzelnen Top-Antiquarks mit bisher unerreichter Präsizion zu messen und somit Aussagen über die innere Struktur des Protons zu machen.

Link zur Präsentation: TOP2018_dmueller.pdf

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