CMS, LHC und CERN

Der LHC feiert seinen 10. Geburtstag (10.9.2018)

Genau vor zehn Jahren, am 10. September 2008, zirkulierten zum ersten Mal Protonen im Large Hadron Collider (LHC) am CERN. Dies war ein wichtiger Meilenstein für den weltgrößten Beschleuniger und eine notwendige Voraussetzung für das erfolgreiche LHC-Physikprogramm, an dem die deutschen CMS-Gruppen führend beteiligt sind.

Weitere Informationen:
https://home.cern/about/updates/2018/09/large-hadron-collider-10-years-and-counting?

Erste LHC-Test-Kollisionen 2018 in CMS aufgezeichnet (12.04.2018)

Lesen Sie mehr auf cern.ch

ATLAS und CMS feiern ihren 25. Geburtstag


Am 1. Oktober 1992 reichten die ATLAS- und CMS-Kollaborationen ihre Absichtserklärungen zum Bau von Detektoren für den geplanten Large Hadron Collider ein. 25 Jahre später haben beide Detektoren riesige Mengen an Kollisionsdaten aufgezeichnet und eine Vielzahl interessanter Analysen ermöglicht, mit der Entdeckung des Higgs-Bosons als vorläufigem Höhepunkt (Bild: CERN).
Mehr zu den "Geburtstagskindern" finden Sie unter:


http://home.cern/about/updates/2017/10/atlas-and-cms-celebrate-their-25th-anniversaries
http://cms25.web.cern.ch/
https://atlas.cern/atlas25

LHC-Betrieb wieder aufgenommen (29.04.2017)


Nach 17 wöchiger Pause wurden am 1. Mai zum ersten Mal in diesem Jahr wieder Protonen-Pakete im LHC beschleunigt. 2017 sollen insgesamt mindestens 45/fb an Kollisionsdaten bei einer Schwerpunktsenergie von 13 TeV gesammelt werden


Link zur Mitteilung des CERN


Neuer Pixel-Detektor für CMS (03.03.2017)


CMS hat seit gestern ein neues "Herz". Strahlenschäden sowie die in den kommenden Datennahme-Perioden zu erwartenden höheren Ereignisraten machten es notwendig, den Pixel-Detektor des CMS-Experiments im Jahresende-Shutdown 2016/2017 auszutauschen. Wissenschaftler und Techniker der FSP104 Standorte DESY, Universität Hamburg, RWTH Aachen und Karlsruher Institut für Technologie KIT haben an der Entwicklung, dem Bau und nun auch dem erfolgreichen Einbau maßgeblich mitgearbeitet.

Am 2. März wurde der neue, verbesserte Pixel-Detektor, der die innerste Lage des zwiebelschalenartig aufgebauten Detektordesigns bildet, in den CMS-Detektor eingebaut (siehe Bild, Max Brice/CERN). Benedikt Vormwald von der Universität Hamburg war mit dabei und berichtete live.

Weitere Informationen finden Sie auch unter:
weltmaschine.de: Ein neues Herz für den Schweren
cern.ch: Open-heart surgery for CMS


Happy new year! (01.01.2017)


Wir wünschen allen Mitgliedern des FSP104 einen guten Start ins neue Jahr 2017!




LHC-Betrieb 2016 aufgenommen (18.05.2016)


Am 25. März beendete der größte Teilchenbeschleuniger der Welt, der LHC am CERN, seinen alljährlichen Winterschlaf. Der gesamte Beschleunigerkomplex sowie die Experimente, die sich an verschiedenen Punkten des LHC-Ringes befinden, wurden in den vergangenen Wochen mit Protonen-Strahlen niedriger Intensität auf die Datennahme vorbereitet. Die Vorbereitungen sind nun abgeschlossen und Beschleuniger und Experimente sind bereit, riesige Mengen an Kollisionsereignissen bei einer Schwerpunktsenergie von 13 TeV aufzuzeichnen.

„Der LHC-Betrieb läuft extrem gut“, bestätigt CERN-Direktor für Beschleuniger und Technologie, Frédérick Bodry, in einer CERN-Pressemitteilung. 2016 habe man sehr ambitionierte Ziele und plane etwa sechs mal mehr Kollisionsereignisse bereitzustellen als im vergangenen Jahr. Im nunmehr zweiten Jahr der Datennahme bei 13 TeV Schwerpunktsenergie verspricht sich CERN-Generaldirektorin Fabiola Gianotti, deutlich verbesserte Analysen des Higgs-Bosons und anderer Phänomene der Physik kleinster Teilchen sowie ein deutlich verbessertes Entdeckungspotential bei Suchen nach neuer, bisher unentdeckter Physik.

Das Higgs-Boson, dessen Entdeckung im Jahr 2012 den beiden Kollaborationen ATLAS und CMS gelang, komplettiert das Standardmodell der Teilchenphysik, eine Theorie, welche die aktuell beste Beschreibung der bekannten Elementarteilchen und ihrer Wechselwirkungen liefert. Mit den Datenmengen, die 2016 zu erwarten sind, wollen beide Kollaborationen dieses Boson im Detail untersuchen. Trotz seines großen Erfolges kann das Standardmodell der Teilchenphysik nicht alle offenen Fragen beantworten, beispielsweise, warum in der Natur nur Materie sichtbar ist, während im Urknall Materie und Antimaterie zu gleichen Teilen erzeugt worden ist, und woraus die sogenannte Dunkle Materie besteht, die etwa ein Viertel des gesamten Universums ausmacht.

Auch Wissenschaftler aus Deutschland sind an den beiden großen Experimenten ATLAS und CMS maßgeblich beteiligt. Forscher der RWTH Aachen, des DESY, der Universität Hamburg, des Karlsruher Institut für Technologie, und der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster tragen signifikant zur CMS-Kollaboration und zu theoretischen Studien über Prozesse am LHC bei. Diese Aktivitäten werden im BMBF-geförderten Forschungsschwerpunkt FSP104 gebündelt, dessen Sprecher, Prof. Dr. Thomas Müller vom KIT, weitere Informationen geben kann.


LHC startet Phase II mit Rekordenergie (03.06.2015)


Nach zwei Jahren Pause hat der LHC den Betrieb wieder aufgenommen. Heute morgen gegen 10:00 wurden die Protonstrahlen erstmals auf die neue Rekordenergie von 6,5 TeV beschleunigt und auf stabilen Bahnen auf Kollisionskurs gebracht. Nachdem der LHC "stable beams" erklärt hatte, konnten wir den CMS Detektor eingeschalten und die ersten Ereignisse aufzeichnen. Wir sind sehr gespannt,
welche Überraschungen wir bei der neuen Energie erwarten dürfen. Hier gibt es die neusten Infos vom LHC und von CMS.


CERN wird 60 Jahre (24.09.2014)


Die Gründung des europäischen Teilchenphysiklabors CERN jährt sich zum 60ten mal. Das CERN und auch die deutschen Teilchenphysiker feiern den Anlass unter dem Motto "Science for Peace". Mit dem Motto wollen wir darauf hinweisen, dass das CERN in 60 Jahren nicht nur große wissenschaftliche Erfolge vorzuweisen hat, sondern dass es selbst in Jahren großer politischer Spannungen Wissenschaftler aus unterschiedlichsten Ländern zu einer friedfertigen Kooperation zusammengebracht hat und damit zur Entwicklung von Frieden in Europa beigetragen hat.
Die zentrale Veranstaltung in Deutschland findet am 24.9. in Bonn statt. Eine Livestream wird geschaltet werden. Infos direkt vom CERN findet man hier: http://cern60.web.cern.ch/en.


Bundespräsident Gauck besucht das CERN (02.04.2014)


Das Forschungszentrum für Teilchenphysik CERN in Genf hat hohen Besuch: Bundespräsident Joachim Gauck besichtigt während seines Aufenthalts in der Schweizerischen Eidgenossenschaft auch das europäische Forschungslabor. Im Mittelpunkt stehen die Detektoren, mit denen jüngst das Higgs-Teilchen entdeckt wurde, und der Dialog mit Forschern aus Deutschland. Professor Karl Jakobs von der Universität Freiburg, Sprecher der deutschen ATLAS-Gruppen, ist einer der Wissenschaftler, die dem deutschen Staatsoberhaupt den ATLAS-Detektor und den LHC-Beschleuniger erklären. „Das Interesse des Bundespräsidenten an der physikalischen Grundlagenforschung und insbesondere an deren Einfluss auf unsere Gesellschaft ehrt uns“, sagt Professor Jakobs stellvertretend für die Gemeinschaft der deutschen Teilchenphysiker.


Bundespräsident Gauck am CERN erwartet (27.03.2014)


Das CERN erwartet hohen Besuch: Am Mittwoch 2. April wird Bundespräsident Gauck im Anschluss an seinen Staatsbesuch in der Schweiz das europäische Forschungszentrum CERN besuchen. Wir freuen uns über das Interesse des Bundespräsidenten an unserer Forschung.

Hier findet man das Besuchsprogramm: http://www.bundespraesident.de/SharedDocs/Termine/DE/JoachimGauck/2014/04/140401-Schweiz-Besuch.html?nn=1891550


Cool Stuff – Der CMS-Spurdetektor im LHC Run 2 (21.03.2014)


Der LHC befindet sich in einer 2-jährigen Betriebspause, in der der Beschleuniger fit gemacht wird, für eine Erhöhung der Schwerpunktsenergie von 8 TeV im vergangenen Run auf 13 oder vielleicht sogar 14 TeV im kommenden Run. Die Experimente nutzen diese Zeit für technische Verbesserungen an den Detektoren. Die wichtigtigste Aktivität der CMS-Kollaboration während dieser Zeit ( Long Shutdown LS1) ist die Arbeit am zentralen Spurdetektor. Das Ziel ist es, die Betriebstemperatur des Detektors um ca. 25K abzusenken. Der größte Feind hierfür ist eine zu hohe Luftfeuchte, welche unweigerlich zu Kondensation und Eisbildung führen würde, und die sensible Elektronik binnen kürzester Zeit zerstören könnte. Die Experten nahmen das Problem gleich von mehreren Seiten in Angriff: eine Trockengasanlage mit 10-facher Kapazität wurde angeschafft und in Betrieb genommen, Luftfeuchtebarrieren und Isolationsmaterial wurden neu installiert oder verbessert, und eine grosse Zahl elektronischer Hygrometer wurde installiert, um die Wirksamkeit der Maßnahmen zu überwachen. Ende Januar konnte die Temperatur des Detektors erfolgreich auf -20°C abgesenkt werden. Alle Systeme (neu und alt) funktionieren wie erhofft, und der Spurdetektor wird nun bei der neuen Temperatur betrieben.

Frank Hartmann vom KIT - verantwortlich für den Spurdetektor - erklärt: "Beim Betrieb des LHCs wird der Spurdetektor permanent von Teilchen aus den Kollisionen am LHC bombardiert. Diese schädigen die empfindlichen Siliziumsensoren. Diese Schädigungen führen zu stark erhöhten Betriebsströmen, welche durch die tieferen Temperaturen exponentiell unterdrückt sind. Ohne den jetzigen Umbau wären wir nicht in der Lage, den Detektor in den nächsten Jahren überhaupt anzuschalten.“ Mit den Verbesserungen ist der Spurdetektor nun bereit für den LHC Run 2, welcher im Frühjahr 2015 seinen Anfang nimmt und bis hin zum Long Shutdown 3 im Jahr 2023 dauern wird.


ˆ